Priorisierte Sanierung von Schultoiletten im Stadtgebiet Wuppertal Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD und CDU vom 16.06.2026
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Giskes,
die Fraktionen von SPD und CDU beantragen, der Rat der Stadt möge wie folgt beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Giskes,
die Fraktionen von SPD und CDU beantragen, der Rat der Stadt möge wie folgt beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. den Zustand, die Ausstattung und die Anzahl sämtlicher Sanitäranlagen an den Wuppertaler Schulen systematisch und vergleichbar zu erfassen,
2. die Anlagen anhand verbindlicher Qualitätsstandards und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Altersgruppen zu bewerten – insbesondere hinsichtlich Hygiene, baulichem Zustand, Sicherheit, Barrierefreiheit sowie altersgerechter Nutzbarkeit,
3. unter Einbeziehung eines Arbeitskreises „Schultoiletten“ (unter Beteiligung von Schulträger, Schulen, Schülervertretungen, Eltern sowie Fachstellen für Hygiene und Prävention) auf Grundlage der Beratungsergebnisse dem zuständigen Ausschuss spätestens in der Novembersitzung 2026 einen priorisierten Sanierungs- und Maß-nahmenplan vorzulegen, aus dem hervorgeht, an welchen Schulstandorten kurzfristiger, mittelfristiger oder langfristiger Handlungsbedarf besteht. Dabei sollen insbesondere Schulen berücksichtigt werden, an denen Schülerinnen und Schüler (SuS) in besonderem Maße unter hygienischen Missständen, mangelnder Sicherheit oder unzureichenden sanitären Bedingungen leiden.
4. Wir regen an, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme sowie den priorisierten Sanierungs- und Maßnahmenplan auch dem Betriebsausschuss Gebäudemanagement Wuppertal (BA GMW) zur Beratung vorzulegen.
Begründung:
Die Qualität der Sanitäranlagen an Schulen hat unmittelbare Auswirkungen auf das Wohlbefinden, die Gesundheit sowie den Schulalltag der SuS. Saubere, sichere und funktionierende Toilettenanlagen sind Bestandteil einer angemessenen Lernumgebung und Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt.
Aus zahlreichen Schulen erreichen Politik und Verwaltung weiterhin Beschwerden über erhebliche Missstände. SuS berichten von verschmutzten oder beschädigten Toilettenanlagen, fehlender Privatsphäre, unangenehmen Gerüchen sowie wiederkehrendem Vandalismus. Teilweise werden Toilettenbereiche aus Angst oder Ekel bewusst gemieden und als sogenannte „Angsträume“ wahrgenommen.
Gerade jüngere Schülerinnen und Schüler im Grundschulbereich sind auf sichere und hygienische Sanitäranlagen angewiesen. Unzumutbare Zustände beeinträchtigen nicht nur das Sicherheitsgefühl, sondern können auch gesundheitliche Folgen haben und den Schulalltag erheblich belasten.
Neben baulichen und organisatorischen Maßnahmen ist es erforderlich, die SuS frühzeitig und verbindlich in die Verantwortung für den Zustand „ihrer“ Anlagen einzubinden. Durch altersgerechte Beteiligungsformate, klare Regeln und pädagogische Begleitung können Verantwortungsbewusstsein, Respekt vor gemeinschaftlichem Eigentum und ein nachhaltiger Umgang mit den Einrichtungen gestärkt werden. Prävention und Mitwirkung sind zentrale Bausteine, um Vandalismus vorzubeugen und erreichte Qualitätsstandards dauerhaft zu sichern.
Vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Ressourcen ist eine klare Priorisierung erforderlich. Schulen mit besonders gravierenden Problemen und hoher Belastung für die SuS sind vorrangig zu berücksichtigen. Ziel ist es, zügig dort konkrete Verbesserungen zu erreichen, wo der Handlungsdruck am größten ist.
Ein transparenter und nachvollziehbarer Sanierungs- und Maßnahmenplan schafft die Grundlage für einen zielgerichteten Einsatz kommunaler Mittel und stärkt zugleich die Aufenthaltsqualität an den Wuppertaler Schulen nachhaltig.
Mit freundlichen Grüßen
Jonas Klein, Sprecher im Ausschuss für Schule und Bildung, SPD-Ratsfraktion
Dr. Jeremias Weber, Sprecher im Ausschuss für Schule und Bildung, CDU-Ratsfraktion