Standardisierung und Priorisierung von Neubauten im Schulbauprogramm Antrag der CDU-Fraktion vom 15.06.2026
Sehr geehrter Herr Gehrenbeck,
die CDU-Fraktion beantragt, der Betriebsausschuss Gebäudemanagement möge wie folgt beschließen:
1. Der Ausschuss spricht sich angesichts der erheblichen Herausforderungen im kommunalen Schulbau ausdrücklich dafür aus, dass die Verwaltung bei der Planung und Umsetzung der noch ausstehenden Schulbaumaßnahmen konsequent auf standardisierte Baukonzepte sowie möglichst serielle bzw. modulare Bauweisen zurückgreift.
Sehr geehrter Herr Gehrenbeck,
die CDU-Fraktion beantragt, der Betriebsausschuss Gebäudemanagement möge wie folgt beschließen:
1. Der Ausschuss spricht sich angesichts der erheblichen Herausforderungen im kommunalen Schulbau ausdrücklich dafür aus, dass die Verwaltung bei der Planung und Umsetzung der noch ausstehenden Schulbaumaßnahmen konsequent auf standardisierte Baukonzepte sowie möglichst serielle bzw. modulare Bauweisen zurückgreift.
2. Der Ausschuss bittet die Verwaltung, bei zukünftigen Schulbauprojekten grundsätzlich den Neubau als Regelfall zugrunde zu legen und vorrangig zu prüfen. Von diesem Grundsatz soll nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden. Dies kommt insbesondere in Betracht, wenn
- zwingende städtebauliche oder denkmalrechtliche Gründe für den Erhalt eines Bestandsgebäudes sprechen oder
- eine Sanierung nachweislich wirtschaftlicher und zeitlich vergleichbar umsetzbar ist.
3. Gleichzeitig bleibt es Ziel, die jeweiligen schulischen Bedarfe angemessen zu berücksichtigen. Standardisierte Bauweisen sollen daher keine Einschränkung pädagogischer Qualität darstellen, sondern ein Instrument sein, um bei begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen mehr Schulbauprojekte schneller umsetzen zu können.
4. Der Ausschuss versteht diesen Beschluss ausdrücklich als politisches Signal und Unterstützung für die Verwaltung, bei den anstehenden Schulbauprojekten konsequent auf standardisierte Lösungen und Neubauten als Regelfall zu setzen.
5. Die Verwaltung wird gebeten, dem Ausschuss regelmäßig über den Fortschritt der Schulbauprojekte sowie über die Anwendung standardisierter Baukonzepte zu berichten.
Begründung:
Die Stadt Wuppertal steht in den kommenden Jahren vor einer außergewöhnlich großen Bauaufgabe im Schulbereich. Ursachen hierfür sind insbesondere steigende Schülerzahlen, der Ausbau der Ganztagsbetreuung, neue pädagogische Raumkonzepte sowie der erheb-liche Sanierungsbedarf vieler Bestandsgebäude.
Der damit verbundene Investitionsbedarf stellt die Stadt organisatorisch wie finanziell vor große Herausforderungen. Gleichzeitig sind Planungskapazitäten in der Verwaltung, Fach-kräfte in der Bauwirtschaft sowie finanzielle Ressourcen begrenzt. Hinzu kommt, dass sich Baupreise in den vergangenen Jahren deutlich erhöht haben und Bauzeiten häufig länger ausfallen als ursprünglich vorgesehen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig, die anstehenden Schulbauprojekte mög-lichst effizient, planungssicher und wirtschaftlich umzusetzen. Eine stärkere Standardisierung von Schulbauten, etwa durch wiederkehrende Gebäudetypen, modulare Bauweisen oder serielle Planungselemente, kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten.
Zahlreiche Kommunen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren bereits Typenbau-programme für Schulen entwickelt, um große Bauprogramme schneller und wirtschaftlicher umsetzen zu können. Beispiele hierfür sind etwa standardisierte Schulgebäudetypen in Hamburg, modulare Schulbauprogramme in München sowie serielle Schulbaukonzepte in Düsseldorf. Diese Erfahrungen zeigen, dass standardisierte Planung und modulare Bau-weisen erheblich dazu beitragen können, Planungszeiten zu verkürzen, Bauprozesse zu be-schleunigen und Kostenrisiken zu reduzieren.
Darüber hinaus zeigen Erfahrungen aus vielen Bauprojekten, dass umfangreiche Sanie-rungen im Bestand häufig mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Insbesondere bei älteren Schulgebäuden treten während der Bauphase regelmäßig zusätzliche bauliche oder technische Probleme auf, die sowohl Kostensteigerungen als auch Zeitverzögerungen nach sich ziehen können.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sachgerecht, bei zukünftigen Projekten den Neubau grundsätzlich als Regelfall zu betrachten und nur in begründeten Ausnahmefällen hiervon abzuweichen. Neubauten ermöglichen in der Regel eine klarere Planung, eine bessere An-passung an moderne pädagogische Anforderungen sowie eine effizientere Umsetzung stan-dardisierter Baukonzepte.
Ziel einer solchen strategischen Ausrichtung ist es insbesondere, den erheblichen Investitions- und Kapazitätsbedarf im Schulbereich in vertretbaren Zeiträumen bewältigen zu können, Planungs- und Bauzeiten deutlich zu verkürzen, Kostenrisiken zu reduzieren und zugleich moderne sowie pädagogisch zeitgemäße Lernumgebungen zu schaffen.
Der Ausschuss möchte mit diesem Beschluss der Verwaltung daher eine politische Orien-tierung und Unterstützung geben, damit die großen Schulbauaufgaben der kommenden Jahre strukturierter, effizienter und mit größerer Planungssicherheit bewältigt werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Ellen Kineke, Sprecherin im Betriebsausschuss Gebäudemanagement CDU-Ratsfraktion