CDU Fraktion Wuppertal

Einführung und regelmäßige Wiederholung einer "Blaulicht-Meile" in Wuppertal

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD und CDU vom 14.09.2026

Sehr geehrter Herr Spiecker,

die Fraktionen von SPD und CDU beantragen, der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung & Betriebsausschuss ESW möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit den in Wuppertal tätigen Organisationen und Behörden aus den Bereichen Gefahrenabwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz – insbesondere Feuerwehren, Rettungsdiensten, Polizei, Hilfsorganisationen und DLRG – sowie weiteren geeigneten Akteuren wie Zoll und Bundeswehr die nächste Durchführung einer „Blaulicht-Meile“ vorzubereiten.

Dabei sollen die positiven Erfahrungen und bewährten Strukturen des im Jahr 2024 durchgeführten „Tags des Blaulichts“ aufgegriffen und zu einem geeigneten Veranstaltungskonzept weiterentwickelt werden.

Die Verwaltung wird beauftragt,

1. gemeinsam mit den beteiligten Organisationen einen geeigneten Termin und Veranstaltungsrahmen festzulegen,

2. die organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen für die Durchführung zu prüfen und

3. die nächste „Blaulicht-Meile“ zum nächstmöglichen geeigneten Zeitpunkt vorzubereiten und durchzuführen.

Nach der nächsten Durchführung soll das Veranstaltungsformat evaluiert werden. Bei positiver Bewertung soll die „Blaulicht-Meile“ anschließend regelmäßig in einem fünfjährigen Turnus durchgeführt werden.

Begründung:

Feuerwehren, Rettungsdienste, Polizei, Hilfsorganisationen und weitere im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz tätige Akteure leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit und den Schutz der Menschen in unserer Stadt. Ein erheblicher Teil dieser wichtigen Arbeit wird durch ehrenamtlich engagierte Einsatzkräfte getragen. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.

Die „Blaulicht-Meile“ soll insbesondere dazu dienen, jungen Menschen die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder der beteiligten Organisationen und Behörden näherzubringen, über Berufs-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren und zugleich die unterschiedlichen Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements aufzuzeigen. Auch weitere Behörden und Organisationen wie Zoll und Bundeswehr können dabei ihre Aufgabenbereiche sowie berufliche und ausbildungsbezogene Perspektiven vorstellen. Insbesondere bei besonderen Einsatz- und Gefahrenlagen sowie im Rahmen des Bevölkerungsschutzes und der zivil-militärischen Zusammenarbeit bestehen vielfältige Berührungspunkte zwischen den beteiligten Akteuren.

Viele dieser Organisationen stehen zugleich vor der Herausforderung, auch künftig ausreichend Nachwuchs für haupt- und ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen. Eine regelmäßig stattfindende „Blaulicht-Meile“ kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie jungen Menschen unterschiedliche Möglichkeiten des beruflichen und ehrenamtlichen Engagements unmittelbar, praxisnah und anschaulich vermittelt.

Der im Jahr 2024 durchgeführte „Tag des Blaulichts“ hat gezeigt, dass ein solches Veranstaltungsformat auf großes Interesse stößt. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, die vielfältigen Aufgaben der beteiligten Organisationen anschaulich darzustellen und insbesondere mit jungen Menschen unmittelbar in Kontakt zu kommen.

An diese positiven Erfahrungen soll angeknüpft werden. Praktische und anschauliche Angebote können einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit der Einsatzkräfte und weiterer beteiligter Akteure ermöglichen und zugleich die Bedeutung von haupt- und ehrenamtlichem Engagement für die Sicherheit und das gesellschaftliche Zusammenleben in unserer Stadt stärker in das Bewusstsein insbesondere junger Menschen rücken.

Die antragstellenden Fraktionen setzen sich daher dafür ein, den erfolgreichen Ansatz des Jahres 2024 aufzugreifen und zu einem regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungsformat weiterzuentwickeln. Durch die Einbindung eines breiten Spektrums an Organisationen und Behörden können unterschiedliche Aufgabenbereiche sowie berufliche und ehrenamtliche Betätigungsmöglichkeiten sichtbar gemacht werden.

Eine Wiederholung in einem fünfjährigen Turnus schafft dabei einen verlässlichen Rahmen und ermöglicht es zugleich, das Format nach jeder Durchführung zu evaluieren und weiterzuentwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Alexander Hobusch

Sprecher im Ausschuss für Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung & Betriebsausschuss ESW SPD-Ratsfraktion

Anja Vesper

Sprecherin im Ausschuss für Ordnung, Bürgerservice und Digitalisierung & Betriebsausschuss ESW CDU-Ratsfraktion