Ratsanträge

Anfrage für den Sportausschuss: Umgang mit Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen

Sehr geehrter Herr Vorsteher,
zur nächsten Sitzung des Sportausschusses am 4. September 2019 bittet die CDU-Fraktion darum, den o.g. Punkt in der Tagesordnung zu berücksichtigen.
Es ist grundsätzlich unbestritten, dass zum Schutze unserer Umwelt die Verbreitung von Mikroplastik reduziert werden muss. Durch die Berichterstattung in den Medien und die Diskussion in der Öffentlichkeit ist aber nun bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Eindruck entstanden, als drohe durch eine Intervention auf europäischer Ebene ein pauschales Verbot oder sogar die kurz- bzw. mittelfristige Schließung von Kunstrasenplätzen. Diese Meldungen haben zu erheblicher Verunsicherung bei den Sportlerinnen und Sportlern sowie den Sportvereinen auch in unserer Stadt geführt. Zwischenzeitlich hat der Deutsche Städtetag in einem Schreiben an die Mitgliedsstädte und -verbände erklärt, dass weder die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) noch die EU-Kommission beabsichtigen, bestehende Kunstrasenplätze zu schließen oder gar zu verbieten.
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um einen Sachstandsbericht zu diesem Thema und um Beantwortung der nachfolgenden Fragen.
1. Teilt die Verwaltung die Ansicht des Deutschen Städtetages, dass mit der Klarstellung der ECHA ein pauschales Verbot bzw. deren kurz- oder mittelfristige Schließung „vom Tisch“ ist?
2. Trifft es zu, dass ein mögliches Verbot von Mikroplastik als Einstreugranulat in Kunstrasen nur künftige Maßnahmen betrifft?
3. Wie gestaltet sich das weitere Verfahren zu einer möglichen Beschränkung des Einsatzes von Kunststoffgranulat?
4. Wird auch weiterhin im Rahmen der entsprechenden Landesprogramme der Bau von Kunstrasenplätzen gefördert, sofern keine Kunststoffgranulate Verwendung finden?
5. Wie beurteilt die Verwaltung den Einsatz von möglichen alternativen Einstreumaterialien wie Quarzsand oder Kork?
6. Verfügt die Verwaltung über Erkenntnisse zu Techniken, wie Granulat im Kunstrasen besser gehalten und ein Austragen weitestgehend verhindert werden kann? Gibt es Alternativen im Sinne einer schonenden Behandlung der Kunstrasenflächen bei der Pflege und im Winterdienst?
Mit freundlichem Gruß

Mathias Conrads, Sprecher
– Stadtverordneter –


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